sind in den meisten Fällen allergisch bedingte Hautentzündungen, die als juckender Ausschlag meist auf Kopfhaut, Gesicht, Nacken, Händen und großen Gelenkbeugen auftreten.
Die bei Kindern häufigste Form ist das atopische Ekzem, das nicht durch einen Hautkontakt mit dem Allergen, sondern "von innen her" entsteht. Meist entwickelt sich die Krankheit erst mit dem 4. bis 5. Monat, wenn dem Kind zur Milch die erste Beikost gegeben wird. Milchprodukte, Eier und Weizenprodukte, eingeatmete Tierhaare, Wolle und Waschmittel, Streß oder schwere psychische
Belastung können Allergieauslöser sein.
Für allergische Reaktionen wie das atopische Ekzem gibt es eine erbliche Veranlagung und nicht wenige Kinder, die darunter leiden, entwickeln auch den allergisch bedingten Heuschnupfen und das allergische Asthma. Oft verschwindet um das dritte Lebensjahr die Neigung zur Ekzembildung,
während Heuschnupfen und asthmatische Anfälle weiterhin auftreten können. Eine andere, nicht allergisch bedingte Form des Ekzems ist das seborrhoische Ekzem. Es entsteht überall dort, wo in der Haut besonders viele Talgdrüsen sitzen, z. B. auf der Kopfhaut (Kopfgneis). Ein Ekzem im äußeren Gehörgang kann eine Gehörgangentzündung auslösen. Anders als das atopische juckt
dieses Ekzem nicht und ist gut zu behandeln.
Ist es ernst?
Ekzeme sind relativ harmlos, obwohl sie aufgrund des Juckreizes sehr störend für das Kind sein können.
Mögliche Symptome:
* unscharf begrenzte Hautrötung mit Bildung nässender Bläschen, trockene, gerötete, schuppige, stark juckende Hautstellen; evtl. Bildung gelblicher Krusten
* starker Juckreiz kann zu Schlaflosigkeit führen
Worauf Sie achten sollten
* Wenn das Kind sich auffällig oft kratzt, sollten Sie es grundsätzlich auf einen Ausschlag hin untersuchen; achten Sie besonders auf Genick, Kopfhaut, Gesicht, Hände, Ellenbeuge und Kniehöhle sowie die Leiste.
* Schneiden Sie die Fingernägel des Kindes kurz, das beugt dem Aufkratzen
der Haut vor. Notfalls helfen Handschuhe.
* Wenn Sie gerade begonnen haben, Ihr Baby von der Brust zu entwöhnen, sollten Sie wieder beginnen zu stillen. Haben Sie das Kind bisher mit Säuglingsanfangsnahrung ernährt und begonnen umzustellen, füttern Sie wieder die Anfangsnahrung.
* Um die gereizte Haut zu beruhigen, tragen Sie eine parfümfreie Pflegesalbe auf die betroffenen Stellen auf.
* Verwenden Sie keine Seife zum Waschen des Kindes, da Seife den Säureschutzmantel der Haut zerstört und sie austrocknet. Klares Wasser genügt im allgemeinen, verwenden Sie allenfalls rückfettende Pflegeprodukte.
Soll ich einen Arzt rufen?
Besuchen Sie sobald wie möglich einen Arzt, wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind ein Ekzem haben könnte.
Was Ihr Kinderarzt vermutlich tun wird
* Der Arzt wird erfragen, ob in Ihrer Familie eine dieser Erkrankungen schon einmal auftrat
* und ob Sie in letzter Zeit die Ernährung des Kindes umgestellt, Ihr Waschmittel gewechselt oder
ein neues Haustier bekommen haben. Desweiteren, ob die Kleidung des Kindes aus Natur- oder synthetischen Fasern besteht.
* Wenn Sie kürzlich mit der Umstellung von Brust oder Fläschchen auf Zusatzkost begonnen haben, wird der Arzt empfehlen, auf tierische Milchprodukte zu verzichten und wieder mit dem Stillen bzw. der Fütterung mit der Anfangsnahrung zurückzukehren. Vielleicht rät er auch zu einem
Sojamilchprodukt.
* Gegen Rötung und Schuppenbildung der Haut und gegen den Juckreiz verschreibt der Arzt eventuell eine entzündungshemmende Salbe. In schweren Fällen und nur zur kurzzeitigen Anwendung verordnet er eventuell auch Salben oder Cremes die Cortison enthalten.
* Kann das Kind wegen des quälenden Juckreizes nachts nicht schlafen, verordnet der Arzt u. U. ein Mittel zur Beruhigung.