
Das wird Ihr Leben ziemlich auf den Kopf stellen, aber es ist wunderbar!
Das werden Sie spätestens dann merken, wenn Sie mit Ihrem Neugeborenen nach Hause kommen. Haben Sie in Ihrer Vorfreude vor der Geburt all die guten Ratschläge und Berichte von schlaflosen Nächten noch als Märchen abgetan, werden Sie nun vor vollendete Tatsachen gestellt - und feststellen müssen, dass das Leben mit einem Kind nicht immer nur himmelblau oder rosarot ist.
Die ersten Wochen nach der Geburt des Babys erfahren die meisten Eltern als die intensivsten. Einerseits sind da die Glücksgefühle, die das Neugeborene alleine durch ein Lächeln bei den Eltern wecken kann. Stolz, Liebe und Bewunderung sind nur einige der Emotionen, die Sie empfinden werden. Gleichzeitig wird Ihr Liebling auch eine Menge von Ihnen fordern. Denn nun stehen nicht mehr Sie im Mittelpunkt, sondern Ihr Leben richtet sich ganz und gar nach den Bedürfnissen des Babys aus. So manche Hausarbeit muss unverrichtet bleiben, weil es plötzlich zu weinen beginnt, der wenige Schlaf kostet Kräfte und Nerven. Hoffnungslose Überforderung ist oft die Folge.
Aber nicht nur die ersten Wochen mit Baby sind für Eltern anstrengend. Das neue Leben als Familie bringt auch in den nächsten Monaten vieles mit sich, an das Sie sich erst gewöhnen müssen. Denn gerade im ersten Lebensjahr verlangt Ihr Kind all Ihre Aufmerksamkeit. Die Berufstätigkeit des einen Partners führt oft dazu, dass sich der andere mit den neuen Aufgaben alleine gelassen fühlt. Und spätestens, wenn das Kleine zu krabbeln anfängt, werden Sie damit beginnen, Ihre Wohnung babysicher zu machen.
Der hilfreichste Tipp, den wir Ihnen für die erste Zeit geben können, ist der: Führen Sie sich immer wieder vor Augen, dass Sie nicht perfekt sein müssen. Es ist nicht notwendig, alles alleine zu machen und keine Schande, sich von Familie oder Freunden helfen zu lassen. Teilen Sie sich nicht nur die Freuden, sondern auch die Pflichten des Elterndaseins. Insbesondere Ihr Partner kann eine große Stütze für Sie sein. So könnten Sie eine fixe "Papazeit" im Tag einteilen, während der Sie sich eine Auszeit nehmen - also Zeit, die Sie für sich nutzen, nicht für den Haushalt oder den Einkauf. Schon ein gemütliches Bad kann Ihre Akkus wieder aufladen.
Ehrfahrungsaustausch mit anderen Eltern ist nicht nur hilfreich, sondern ein Besuch in der Krabbelgruppe oder am Spielplatz lässt Sie nicht vereinsamen. Aber deshalb müssen Sie nicht den Kontakt mit Ihren "alten" Freunden und Kollegen abbrechen. Im Gegenteil: Gespräche über baby-freie Themen lassen Sie so manches Mal den Kopf frei bekommen.
Nehmen Sie sich bei allem, was Sie machen, nicht zu viel vor. Dann bleibt Ihnen so manche Enttäuschung erspart, wenn Sie etwas nicht schaffen.