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Sie werden Ihre Persönlichkeit ganz neu entdecken.

Dieses Begriffspaar ist eigentlich eine natürliche Einheit. Denn bei einer normalen Entwicklung ist jeder Mensch ab einem bestimmten Alter souverän genug, eine stabile Liebesbeziehung zu leben und kraft seiner Persönlichkeit auch willens, das Leben weiterzugeben. Diese emotionale und psychische Fähigkeit könnte man als "erwachsen" bezeichnen. Und so macht eigentlich erst die gelebte Vaterschaft den Mann zu einem ausgewachsenen Exemplar. Soweit die gängige Erwartung, die nicht nur aus dem Bilderbuch, sondern auch der Geschichte stammt. Darin kommen dann u.a. noch die heile Welt der Familie und die Karriere vor. Aber da die meisten Menschen zumeist mehr ein Kind ihrer Zeit als ganz sie selbst sind, sieht es heute mit dieser Entwicklung zumeist etwas traurig aus. Das mit der Liebesbeziehung mag ja gehen, aber schon an der Stabilität hapert es.

Zum Selbstbild eines Mannes gehört das Kinderhaben schon länger nicht mehr. Die "Sturm- und Drangzeit" verlängern viele etwas über Gebühr bis in die Lebensmitte und verpassen so den Wendepunkt. Erst dann dämmert es ihnen, dass das bisher Gelebte wohl nicht erschöpfend sein kann. Etwas Essentielles scheint zu fehlen - eine Familie. Und wenn sie nicht vorher per Zufall Vater wurden, so suchen viele in dieser Zeit plötzlich den Anschluss ans Familienleben doch noch zu bekommen.

Andererseits werden viele Kinder gar nicht geboren, weil es keinen Vater für sie gibt.  Allein die Vorstellung, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen, versetzt viele Männer in große Unruhe.

Vatersein ist kein "Job", sondern ein Lebensbild.

In Österreich kommen ca. 75.000 Kinder zur Welt. Jedes von ihnen hat einen Vater. Diesen neuen Vätern sehen sich mit Ansprüchen bzw. Situationen konfrontiert, denen ihre Väter und Großväter noch weiträumig aus dem Weg gegangen wären. Das beginnt mit der gesellschaftlichen Erwartung, bei der Geburt selbstverständlich mit dabei sein zu müssen. Aber auch im Alltag sind andere Tugenden gefordert als noch vor einer Generation. Dennoch, viele Mütter klagen darüber, mit Kind und Küche alleingelassen zu werden. Sicher wird es eine Arbeitsteilung geben, wenn der Mann arbeiten geht und die Frau beim Kind bleibt. Das ergibt sich mitunter aus der finanziellen Situation. Aber das allein ist nicht der Grund dafür, weshalb sich viele Männer in ihrer Rolle als frischgebackener Vater ziemlich fremd fühlen. Dass Kinder Frauensache sind, gilt schon lange nicht mehr. Aber wie sieht das neue Vaterglück zwischen Karriere, weil Familienernährer und einfühlsamer Vater, aus? Dass Arbeit nicht nur körperlich, sondern auch mental anstrengend und erschöpfend ist, wird leicht übersehen. Am Abend dann noch ein anstrengendes Kind zu besänftigen, wird da manchmal schon zum Balanceakt. Ganz wesentlich sind hier 2 Punkte:

* Nutzen Sie Ihre Zeit ganz bewusst und selbstbestimmt. Eliminieren Sie Zeit-, Aufmerksamkeits- und Energiefresser wie z.B. Fernsehen und

* Bleiben Sie mit Ihrer Frau immer im Gespräch über den Alltag, sowohl Ihren eigenen als  auch über den ihrer Frau mit dem Baby. Es sind ganz verschiedene Welten und auch Stressformen, die sie nur das Teilhaben daran ausbalancieren können.  

Alltagsprobleme.

Wenn Sie ein aufmerksamer Mensch sind, wird es Ihnen vielleicht schon in der Zeit der Schwangerschaft auffallen, dass im Alltagsleben das Kind meistens mit der Mutter verbunden ist. Wickeltische in öffentlichen Einrichtungen sind meist auf Damentoiletten zu finden. Und auch unser dadalino-Fotograf leidet darunter, bei seinen Kinderaufnahmen von den Müttern immer wieder mit argwöhnischen Blicken verfolgt zu werden.  Und auch, wenn der eigene Nachwuchs einen als "Insider" ausweißt, hat man es als engagierter Vater nicht gerade leicht. Je mehr Väter sich aber in der Öffentlichkeit ihren Platz erobern, um so leichter werden sie es in Zukunft haben.

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