
dadalinobringt 4 x jährlich Interessantes über die Entwicklung des Kindes und jede Menge Ideen für den Alltag als Familie. Bestellen können Sie das Abo hier. |
![]() |
|---|
Die ungetrübteste Zeit - vor der Schule.
Zwischen dem 4. und 5. Geburtstag verschwindet bei Ihrem Kind allmählich der Babyspeck, daher verliert es auch das kleinkindhafte Aussehen. Bis zur Pubertät wird Ihr Kind stetig, aber langsam wachsen. 4 cm sind es durchschnittlich im Jahr, oft wächst Ihr Kind kontinuierlich, oft in richtigen Schüben.
Die Koordination eines 4-jährigen Kindes verbessert sich stetig. Es kann hüpfen, springen, einen Ball werfen und fangen und klettern. Beim Anziehen braucht es vielleicht noch etwas Hilfe, aber meistens sollte es auch alleine ganz gut klappen. Auch am Basteln und Zeichnen findet es vermehrt Freude. Ihr Kind macht die ersten Versuche mit einer Schere etwas auszuschneiden oder es malt Figuren, die Menschen ähnlich sind. Auch wenn es zeitweise den Stift noch verkrampft hält, will es unter Umständen sogar seinen Namen schreiben. 4-5-Jährige können sich oft schon die Schuhe alleine zubinden. Seien Sie aber nicht besorgt, auch wenn so manches noch nicht wirklich klappen will, macht Übung in diesem Alter den Meister.
Im 5. Lebensjahr erwirbt Ihr Kind viele neue Kompetenzen, die es auf die Schulzeit vorbereiten. So können viele Kinder in diesem Alter schon bis zehn zählen und verfügen über ein gutes Zeitverständnis. Daher zeigen manche bereits Interesse an der Uhr, können sie aber noch nicht richtig lesen. Die Zuordnung von Dingen und Farben funktioniert nun recht gut. Indem Ihr Kind ständig die Anordnungen seines Spielzeuges wechselt, trainiert es sein Verständnis von Mengen, Gruppen und Mustern. Dieser Prozess ist eng verbunden mit seinem mathematischen Verständnis und hilft später auch beim Lesenlernen.
Vor dem 5. Geburtstag zeigt Ihr Kind ganz verschiedene Gefühle. Weinen und Lachen können nahe beieinander liegen. Es kann nun aber auch Gefühle der Mitmenschen wahrnehmen und Sie trösten, wenn Sie traurig sind. Fördern Sie dieses Wahrnehmungsvermögen, indem Sie darüber reden.
Große Abschiedsszenen sind nun eher die Seltenheit, dennoch bleiben Sie als Eltern das Zentrum Ihres Kindes. Der Besuch im Kindergarten ist für Ihr Kind willkommene Abwechslung, hier werden auch die ersten Freundschaften geschlossen. Die Eigenschaften, die einen guten Freund ausmachen, entwickeln sich im 5. Lebensjahr erst: zuhören, Gefühle anderer achten und teilen. Diese Fähigkeiten machen Ihr Kind noch beliebter.
Außerdem lernt Ihr Kind im 5. Jahr das Teilen. Obwohl es nun schon versteht, dass nicht alles ihm gehört, zeigt es sich nicht immer erfreut darüber. Mit der Zeit wird es aber das Prinzip von Geben und Nehmen verstehen lernen und erkennen, dass Teilen auch Vorzüge hat. Indem Sie Ihr Kind, bevor seine Freunde kommen, die liebsten Spielsachen wegräumen lassen, können Sie so manche Situation schon vorab entschärfen.
Im 5. Jahr spricht Ihr Kind klar und deutlich. Es weiß genau, was es sagen will, und kann dies meist auch ausdrücken, auch wenn es manches Mal recht schnell spricht. Ausführliche Berichte und Geschichten werden erzählt. Gelegentlich ist es etwas streitlustig. Die "Warum"-Fragen setzen sich in diesem Lebensjahr fort und werden tiefgründiger. Ab jetzt müssen Sie Antworten auf schwierigere Fragen parat haben.
Das Spiel Ihres Kindes wird in diesem Jahr durch seine Einbildungskraft bestimmt. Rollenspiele sind in diesem Alter bei Jungen und Mädchen beliebt, auch wenn sich die Themen meist unterscheiden. Sie helfen Ihrem Kind, die Rollen und Beziehungen in seiner Umwelt zu verstehen. So werden nicht nur Sie als Eltern in dem, was Sie sagen und tun, nachgeahmt, sondern auch Freunde, Verwandte oder Nachbarn. Aber auch klar strukturierte Bewegungsspiele werden Ihr Kind erfreuen. Dank seiner fortschreitenden Koordination, fängt es sich für die ersten sportlichen Aktivitäten zu interessieren an. Diese fördern zudem die Teamfähigkeit.
Jetzt oder schon früher hat Ihr Kind vielleicht einen imaginären Freund. Dieser ist oft Seelentröster in einer Zeit des Umbruchs. Solange Ihr Kind aber auch weiterhin mit realen Freunden spielt und sich in seinen alltäglichen Aktivitäten nicht einschränkt, müssen Sie sich keine Sorgen machen.