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Gibt es Unterschiedein der Erziehung zwischen Buben und Mädchen?

Typisch! Oder doch nicht?

Eigentlich ist es doch klar: Mädchen lieben Puppen, Buben Autos. Noch meist bevor Ihre Lieben in den Kindergarten kommen, zeigen sich diese Unterschiede in ihrem kindlichen Spiel. Doch über das individuelle Potenzial Ihres Nachwuchs sagen sie nichts aus. Immer lauter wird daher der Ruf nach einer geschlechtsneutraler Erziehung, um den Kindern ein völliges Ausschöpfen ihrer Fähigkeiten zu ermöglichen.

Wie ein Mädchen, wie ein Bub!

Geschlechtergerechte Erziehung ist - genau betrachtet - eine Illusion, selbst wenn wir es wollten. Dazu sind die Bilder in unseren Köpfen, wie ein Junge oder ein Mädchen zu sein hat, einfach zu stark. Anfangen tut dies schon bei der Geburt des Kindes, wenn die erste entscheidende Frage dem Geschlecht des Neugeborenen gilt. Natürlich brauchen wir diese Klassifizierung, ist sie ja auch eine sprachlich bedingte. Aber vielmehr brauchen wir diese Einteilung, um zu wissen, wie wir mit dem Kind umzugehen haben. Je nachdem wird ein rosa oder himmelblauer Strampelanzug gekauft, das Auto oder die Puppe zum Spielen gereicht und mit Erstaunen reagiert, sollte das Kind "aus der Rolle fallen". Ein weinender Bub verhält sich dann "wie ein Mädchen", ein herumtobendes Mädchen "wie ein Bub".

Dabei haben Kleinkinder die Geschlechterstereotypen noch gar nicht wirklich verinnerlicht. Erst mit der Zeit bekräftigen sich diese, bis sie mit zunehmenden Alter kritisch hinterfragt werden.

Ein gutes Vorbild.

In der Rollenzuschreibung von Mann und Frau hat sich in den letzten Jahrzehnten eine Menge verändert. Auch wenn Sie sich jetzt wundern: trotzdem ist ein rollenkonformes Verhalten in vielen Familien noch gang und gäbe. Zwar sind Hausmütterchen und rechthaberische Machos in jungen Familien glücklicher Weise die Ausnahme geworden; aber Ihrem heranwachsenden Kind, das alle Informationen aus seiner Umwelt aufsaugt, um sich sein Weltbild zu formen, genügt oft schon die Tatsache, dass die frühkindliche Erziehung immer noch eine weibliche Domäne ist, während Väter aufgrund ihres Berufes oft nur "Wochenendpapa" sind, um zu einer Bewertung von typisch Frau und typisch Mann zu kommen. Um aus diesem Kreislauf von festgefahrenen Aufgabenteilungen auszubrechen nützt dann oft schon, z. B. die ganze Familie in den Haushalt einzubinden.

Nicht anders, sondern gleich.

Wichtig bei der Erziehung ist, dass Sie stets Ihr Kind, nicht sein Geschlecht im Vordergrund stehen sollte. Geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es natürlich immer, sie dürfen auch sein. Mit diesem Wissen sollten Sie Ihre Kinder genau beobachten und erkennen, was ihnen Spaß macht und worin sie Talent zeigen - egal ob beim Bausteine stapeln oder Malen.

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