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Übergewicht

entsteht durch zuviel Energiezufuhr. Und da sich viele Kinder zuwenig bewegen und falsch ernährt werden, sind sie schnell zu schwer.

beginnt in der frühesten Jugend. Deswegen müssen Sie von Anfang darauf achten.

Übergewicht bei Kindern ist schon ein Spezialgebiet

der Kinder- und Jugendheilkunde.
Protokolle internationaler Kongresse zum Thema "Adipositas (so der Fachbegriff) im Kindesalter" füllen ganze Internetseiten! Im Gegensatz zu früher ist dies heute ein ernstzunehmendes Problem. "Bei uns gab es keine Adipösen, bei uns gab es nur einen Dicken und der hieß nur der Blade", so ein Zitat aus Kindheitserinnerungen aus den 70er Jahren. Dieser Satz zeigt nicht nur das Mengenverhältnis, er dokumentiert auch, worunter übergewichtige Kinder noch zu leiden: unter den Hänseleien und Erwartungen der anderen Kinder. Und Kinder können grausam sein, können Sie sich noch erinnern?
Je mehr unsere Gesellschaft und damit auch unsere Kinder durch die, sicher überproportionalen Schlankheitsideal bestimmt sind, um so mehr haben ihre übergewichtigen Kameraden unter einem niedrigen Selbstwertgefühl zu leiden, was wieder zu Störungen in der Entwicklung der kindlichen Psyche und oft zu vermehrten Essen führt.

Warum wird ein Kind dick?

Beim überwiegenden Teil der dicken Kinder ist das Verhältnis von Energiezufuhr und Energieverwertung gestört. Ursachen hierfür sind meist veränderte Lebensbedingungen wie die Kombination von kalorien- und fettreichen Ernährung und körperlicher Passivität. Hat das Kind noch dazu eine genetische Veranlagung, legt es doppelt so schnell zu.
Die Grundlagen für eine zu energiereichen Ernährung wird schon oft im Säuglingsalter gelegt. Während gestillte Kinder seltener zu Übergewicht neigen, sieht es bei Flaschenkindern anders aus: damit das Kind auch wirklich "groß & stark" wird, setzten zumeist die weiblichen Verwandten von Mutter über Tante bis Oma dem Kind mit Essen zu. Wenn es schreit, bekommt es eine Flasche und später einen Keks. Und da bekanntlich gegessen wird, was auf den Tisch respektive in die Flasche kommt, muß alles leer sein, ehe Schluß ist.
Übergewicht hat aber auch etwas mit Veranlagung zu tun. So können Geschwister bei gleicher Ernährung und Bewegung ganz unterschiedliche Kostverwerter sein. Das eine nimmt trotz kalorienreicher Ernährung keinen Jota zu, beim anderen schlägt hingegen schon ein Stückchen Schokolade an. Vererbung bzw. Veranlagung zum Übergewicht machen aber nur 50% aus, die anderen 50% können hingegen durch den Lebensstil beeinflusst werden.
Die Anlage, die Bildung und Anzahl der Körperfettzellen werden bereits vor der Geburt durch die Erbmasse bestimmt.
Die Größe der Fettzellen und die Energieverwertung durch die Organe und den ganzen menschlichen Körper werden hingegen ausschließlich über die Nahrung nach der Geburt beeinflusst. Das bedeutet, dass Kinder, die im Säuglings- und Kleinkindalter zuviel und zu energiereich ernährt werden, Fettzellen bilden, die später drei- bis viermal so groß sind, wie dies bei einer normalen Entwicklung der Fall wäre. Je früher Sie also  auf die Ernähung Ihrer Nachkommen achten, umso leichter haben diese es in den folgenden Jahren.

Wie schwer ist zu schwer?

Das lässt sich gerade bei kleinen  Kindern nicht eindeutig sagen, denn anders als bei den Großen haben die Kleinen unterschiedliche Wachstums- und Entwicklungsphasen. Daraus resultiert auch die Überzeugung, Übergewicht würde sich verwachsen.
Der Mensch wächst in den ersten zwei Jahren seines Lebens am meisten. Der Säugling sieht "rund und Gesund" aus und hat viel Fett unter der Haut gespeichert. Dieses Zuviel wird aber von der Natur aus durch die Entwicklung des Kindes aufgebraucht. Nicht nur Krabbeln- & Gehenlernen fordern dem kleinen Körper viel Energie ab. So sind dann meist auch Kinder im ALter zwischen 2 und 4 Jahren noch normalgewichtig. Ab 3 bis 4 setzt meist das erste Längenwachstum ein und streckt die Silhouette.Und hier greifen besorgte Eltern ein: den einen oder anderen Löffel mehr kalorienreicherer Menüs wandern ins Fettdepot des kindlichen Körpers. "Der kann's ja vertragen!" - und später dann ertragen. Was nun in welchem Alter zu dick oder zu dünn ist, hängt sehr von der körperlichen Verfassung ab, denn Längen und Breitenwachstum erfolgen nicht parallel. Als Maßstab wurde darum der Bodymaß-Index entwickelt.
Hier finden Sie den gesunden Bodymaß-Index (links) sowie das Gewicht in Kilogramm als Richtwerte! Der Bodymaß-Index ergibt sich aus dem Körpergewicht dividiert durch (Größe mal Größe).

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