
Zucker und Oberssind nicht nur für Kinder Seelentröster - allerdings nur, wenn man es nicht übertreibt und bedenkt, in welchen Lebensmitteln sie noch enthalten sind. |
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aber jaaaaa! - nur eben richtig!
Aber wissen Sie auch, dass diese Leidenschaft für Zuckerl, Schokolade und Gummibärchen biologisch seine Notwendigkeit hat? Da Kinder nämlich phasenweise wachsen, braucht ihr Körper eine Menge an Energie, die er sich aus den Nahrungsmitteln holt. Und da Süßigkeiten zu den Lebensmitteln zählen, die sehr schnell viele Kalorien und Energie liefern, sind sie bevorzugte Bestandteile kindlicher Speisepläne. Darüber hinaus ist das erste Geschmackserlebnis, mit dem ein Mensch konfrontiert wird, die Süße des Fruchtwassers im Mutterleib ? und kurz darauf die der Muttermilch.
Damit Ihr Kind nicht gar nicht erst zum ausschließlichen "Schokotiger" wird, helfen schon wenige kleine Tricks. Denn wenn Ihr Nachwuchs schon von Klein auf an ein moderat gesüßtes Essen gewöhnt wird, verlangt es auch in späteren Jahren nach weniger Süßem. Dabei sollten Sie auf so manches achten: Zucker bleibt Zucker, egal ob in Haushaltszucker oder anderen Süßungsmitteln wie Honig, Sirup oder Rohrzucker. Entgegen der Meinung vieler enthalten diese nämlich nicht wesentlich mehr Nährstoffe als raffinierter Zucker, liefern dafür aber genauso viel Kalorien. Auch bei Produkten aus dem Supermarkt wie Fruchtjoghurts, Eis oder fertigen Desserts sollten Sie viel lieber auf Alternativen zurückgreifen. Selbst gemacht! heißt hier die Devise, denn ein Naturjoghurt mit frischen Früchten schmeckt nicht nur besser sondern ist auf jeden Fall auch gesünder! Und achten Sie unbedingt auf den Zuckergehalt in Fruchtsäften und Limos, denn in 1 Liter können sich bis zu 100 g Zucker verbergen.

Kleinen Kindern ist es noch unverständlich, dass ein Übermaß an Süßigkeiten ungesund ist, da sie den Bezug zwischen zu viel Schokolade und schlechten Zähnen oder Übergewicht können noch nicht herstellen können. Ein generelles Verbot von Naschereien auszusprechen bringt aber nicht viel. Im Gegenteil: um so interessanter wird es dann für Ihren Nachwuchs. Besser ist ein sinnvoller Umgang mit Lutscher und Co. So ist eine süße Leckerei einmal am Tag völlig in Ordnung, wenn auch nicht unbedingt vor dem Essen. Ist Ihr Kind älter, können Sie gemeinsame Vereinbarungen treffen. Stellen Sie eine Wochenration an Süßigkeiten zusammen, aus der Ihr Liebling dann täglich aussuchen kann, was es gerne hätte. Wichtig dabei ist auch, dass es nicht nur das "Was" wählen kann, sondern ebenso das "Wann".
Zwar soll Ihr Kind lernen, dass Süßigkeiten etwas Besonderes sind, aber keinesfalls sollten Sie das als Erziehungsmaßnahme nutzen. Als Ansporn für Leistungen oder als Trostpflaster sollte kein Schokoriegel dienen. Denn das kann dazu führen, dass Ihr Liebling sich daran gewöhnt, aus Langeweile oder Kummer zu naschen.
Ebenso sind Süßigkeiten nicht die beste Wahl für ein Präsent oder kleine Aufmerksamkeit vom Shoppingbummel. Viel besser eignen sich dafür Dinge, an denen Ihr Kind länger eine Freude hat, wie etwa ein spannendes Buch, ein witziges Spiel oder ein kleines Spielzeug.