neugeborenenthält für alle Situationen Hinweise bzw. Alternativen für allergiegefährdete Babys. |
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Lebensmittel, die Sie in der Ernährung vorerst vermeiden sollten
sind im Steigen. Diese Behauptung ist zwar nicht von der Hand zu weisen, trotzdem muss man sie auch kritisch betrachten. So können Vergleichswerte eigentlich nicht objektiv sein, da sich in den letzten Jahrzehnten unsere Essgewohnheiten stark verändert haben. Auf viele Lebensmittel, die heute in unseren Einkaufskörben landen, konnten die Menschen vor 30 Jahren gar nicht allergisch reagieren, weil sie nicht oder schwer erhältlich waren.
Generell muss man zwischen Lebensmittelallergie und Lebensmittelunverträglichkeit unterscheiden. Zwar kann man auf die verschiedensten Lebensmittel die unterschiedlichsten Unverträglichkeitsreaktionen zeigen; von einer Allergie spricht der Mediziner aber erst dann, wenn im Blut des Patienten Antikörper gegen ein Lebensmittel nachgewiesen werden können. So ist beispielsweise eine Lactoseintoleranz, also die Unverträglichkeit des Milchzuckers in Milchprodukten aufgrund des fehlenden Verdauungsenzyms Lactase, keine Allergie. Eine Unterscheidung kann in jedem Fall nur durch ärztliche Untersuchungen getroffen werden.
Symptome einer Lebensmittelallergie können so verschieden ausfallen wie bei jeder anderen Allergie. Die Palette reicht in leichten Fällen von Juckreiz in der Nase und tränenden Augen bis zu Schwellungen im Gesicht oder Atemnot. Bei einer stark ausgeprägten Allergie kann es sogar zu Magen-Darm-Störungen, Übelkeit oder einem anaphylaktischen Schock (Kreislaufzusammenbruch mit starkem Blutdruckabfall) kommen.
Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen rangieren Milch und Milchprodukte ganz oben in der Liste der allergieauslösenden Lebensmittel. Aber auch Eier, Zitrus- und Hülsenfrüchte gehören zu den Lebensmitteln, die oftmals zu allergischen Reaktionen bei Kindern und Erwachsenen führen können.
Dabei darf man jedoch nicht außer Acht lassen, dass bei den Lebensmitteln, bei denen die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine allergene Reaktion auslösen, recht hoch liegt, die Symptome oft gemäßigt ausfallen. Nicht selten können hingegen die allergischen Reaktionen auf Lebensmittel mit geringerem Risiko tödliche Folgen haben. Bestes Beispiel dafür ist die Erdnussallergie, die zwar statistisch selten auftritt, bei der es aber im Falle einer allergischen Reaktion schnell zu einem anaphylaktischen Schock kommen kann.
Natürlich gibt es Medikamente, die die allergischen Reaktionen unterdrücken bzw. abschwächen sollen. Bei geringen allergischen Symptomen verabreichen Ärzte meist Antihistaminika, bei stärkeren nicht selten Cortikoide (Cortison). Als Allergiker sollte man stets eine kleine Menge dieser Tabletten bei sich tragen.
Generell ist es ratsam, die Lebensmittel, auf die man allergisch reagiert, zu meiden. Beschränkt sich diese Allergie nicht auf ein einziges sondern eine Reihe von Lebensmitteln, ist es darüber hinaus sinnvoll, auf den Genuss von neuen oder exotischen Lebensmittel zu verzichten. Ebenso vertragen Allergiker oftmals gegarte Lebensmittel besser als rohe. Auch beim Verzehr von Fertigprodukten ist Vorsicht geboten; trotz relativ genauer Angaben in der Zutatenliste, können manchmal Inhaltsstoffe nicht genau deklariert sein (z.B. bei Gewürzmischungen).
Sind Sie als Eltern bereits Allergiker, so ist die Gefahr recht hoch, dass auch Ihr Kind im Laufe seines Lebens eine Allergie entwickelt. Durch wenige Maßnahmen lässt sich das Risiko für Ihr Kind jedoch minimieren. So ist es von Vorteil, wenn Sie Ihr Baby bis zum 6. Monat stillen und ihm danach hypoallergene Kost geben. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: verabreichen Sie Ihrem Kind auf keinen Fall hypoallergene Kost auf bloßen Verdacht, denn das Kalzium der Kuhmilch ist wichtiger Bestandteil seiner Ernährung und ein völliger Ersatz kann Mangelerscheinungen hervorrufen. Aus diesem Grund ist es auch ratsam, bei hypoallergener Kost auf Produkte auf Kuhmilchbasis zurückzugreifen.
Generell sollten Sie bei der Ernährung Ihres Lieblings im ersten Jahr auf Milchprodukte, Eier, Tomaten und Weizen verzichten. Auch Fische, Zitrusfrüchte, Kohl, Schweinefleisch, Schokolade und Erdnüsse sollten vor Babys erstem Geburtstag nicht auf dem Speiseplan stehen.