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Würden Sie Ihr Baby in eine Krippe geben?

Das Hormone oft die Stimmung beeinflussen, ist nicht der Weisheit letzter Schluß.

Egal, ob Sie sich bewusst dafür entschieden haben, ein Baby zu bekommen, oder ob die Schwangerschaft Sie schlichtweg überrumpelt hat: diese Zeit wird für Sie beide die Partnerschaft verändern und einige Überraschendes bieten. Während Frauen die Zeit bis zur Geburt sehr intensiv erfahren, klagen werdende Väter oft über das Gefühl, nicht wirklich dazu zu gehören. Den immer runder werdenden Bauch, die nächtlichen Gänge zum Kühlschrank und die morgendliche Übelkeit sind für sie nur Beobachtungen, in die sie sich schwer hineinversetzen können.

Männer fühlen sich oft ausgeschlossen.

Viele Männer haben große Probleme zu verstehen, wie sehr sich die Frau vom ersten Moment der Schwangerschaft an zu verändern beginnt. Und wir sprechen nicht nur von einem wachsenden Bauchumfang, sondern darüber hinaus von vielen anderen körperlichen und auch seelischen Wandlungen, die eine Frau während dieser neun Monate erfährt. Noch bevor Sie die ersten Tritte des Babys im Bauch Ihrer Frau spüren können, müssen Sie sich mit Sicherheit mit Stimmungsschwankungen Ihrer Partnerin und ihrem veränderten Körperempfinden auseinandersetzen.
Um das alles zu verstehen, empfehlen wir Ihnen nicht nur jede Menge Verständnis, sondern vor allem die Beschäftigung mit den Tatsachen. Wenn Sie sich darüber informieren, wie eine Schwangerschaft abläuft und sich das Baby im Körper Ihrer Partnerin langsam entwickelt, wird Ihnen die Geduld leichter fallen, weil Sie wissen, das es zeitlich begrenzt ist. Gleichermaßen liegt es aber auch der Frau, ihren Partner in die Beziehung mit dem Ungeborenen einzubinden.  Sollten Sie das Gefühl haben, dass dies zuwenig geschieht, sprechen Sie von sich aus Ihre Partnerin darauf an. Versuchen Sie teilzuhaben an den ersten Bewegungen des Babys und entdecken Sie - auch wenn es manchmal vielleicht schwer fällt, das verbal zu äußern - all das, was mit dem Heranwachsen Ihres Kindes mit Ihrer Frau geschieht.  

Ultraschallbilder machen das Kind fassbar.

Erst ab dem ca. 6.  Monaten vor der Geburt bekommen auch die werdenden Väter einen ersten "reellen" Beweis für das heranwachsende Leben. Nun macht sich das Kleine durch schon recht kräftige Tritte gegen den Bauch Ihrer Partnerin bemerkbar. Eine gute Möglichkeit, bereits vor den ersten Bewegungen Ihres Nachwuchses  Eindrücke vom Ungeborenen zu sammeln, ist eine Ultraschalluntersuchung. Der erste Ultraschall vom Baby ist für die werdenden Eltern nicht nur ein außergewöhnliches Ereignis, es ermöglicht vor allem den zukünftigen Vätern, endlich "greifbaren" Kontakt zum Kind aufzunehmen. In Verbindung mit dem Pochen des kleinen Babyherzens sind diese Bilder somit der erste Beleg, dass das neue Leben tatsächlich heranwächst.

Geburtsvorbereitung für Sie UND Ihn.

Liebe Väter, eines gleich vorweg: sich auch für die Geburt und Geburtsvorbereitung zu interessieren und auch Kurse zur Geburtsvorbereitung zu besuchen, ist nicht lächerlich! Sich darüber zu amüsieren, dass auch Männer das Atmen mit erlernen, ist schlichtweg dumm. Wenn Sie sich dafür entscheiden, die Geburt zusammen mit Ihrer Frau zu erleben, wird Ihnen dieses Wissen helfen, sie während der Geburt auf's Beste zu unterstützten. Aber auch wenn Sie nicht dabei sein wollen oder können, lassen Sie sich gemeinsam mit ihr auf dieses Experiment ein. Sie werden recht schnell erkennen, dass es nicht nur um die "technischen" Fähigkeiten, wie das Wickeln eines Kindes geht. Darüber hinaus werden Sie eine Menge über die Bedeutung und Befindlichkeit der Geburt und des Wochenbetts erfahren, was auch für Ihre Beziehung von Wichtigkeit ist. Wenn Sie sich darüber im Klaren sind, können Sie sich auch besser auf die Probleme und Veränderungen einstellen und nicht an ihnen zerbrechen.

Sex in der Schwangerschaft.

Vor allem die erste Schwangerschaft ist mit vielen Umstellungen - auch oder ganz besonders in der Sexualität - verbunden. Anfänglich ist Sex in der Schwangerschaft immer ein heikles Thema, das viele neue Fragen aufwirft. Nicht nur das "Dürfen", sondern in gleicher Weise das "Wollen" wird in jeder Beziehung früher oder später zu Diskussionen führen.
Prinzipiell ist Sex während der Schwangerschaft kein Problem, solange Sie nur das tun, was Ihnen beiden Freude bereitet. Auch heftigere Stöße werden dem Baby keinen Schaden bereiten;
sie werden von ihm nicht anders wahrgenommen, als die Bewegung bei der Schwangerschaftsgymnastik.
Vorsicht ist nur dann ratsam, wenn die Gefahr zu einer Früh- bzw. Fehlgeburt besteht, oder aber Wehen verfrüht einsetzen.
Wichtig ist, dass Sie während der Schwangerschaft nicht auf die Benutzung eines Kondoms vergessen. Es bietet der Mutter und dem Ungeborenen den einzigen sicheren Schutz vor Infektionen.

Psychische Belastungen
Schwierigkeiten, die in der Sexualität während der Schwangerschaft auftreten können, sind meist nicht körperlicher Natur. In den meisten Fällen sind es psychische Probleme, die der Auslöser für z.B. das Erliegen der Sexualität in dieser Zeit sind. Vor allem Frauen vereinnahmen die Veränderungen, die eine Schwangerschaft mit sich bringt, derart, dass Sex für sie schlicht nicht mehr existent zu sein scheint. So muss der Partner häufig damit klarkommen, dass er vorläufig nicht mehr so eine zentrale Rolle spielt wie bisher.
Für Männer ist die Schwangerschaft auch nicht ganz einfach. Sie müssen zum einen damit fertig werden, dass sie gegenüber dem Baby in den Hintergrund treten, zum anderen verändert sich natürlich die Partnerin auch körperlich.
Die erste Schwangerschaft lässt zudem sowohl die werdenden Mütter als auch Väter das erste Mal über die Verantwortung, die sie über das Neugeborene in
naher Zukunft zu tragen haben, nachdenken, was insbesondere bei Männern recht schnell zu Existenzängsten führen kann.
Aber auch die Frage nach der elterlichen Kompetenz, sowie die Tatsache, dass mit dem Baby auch eine nicht zu verachtende Verbindlichkeit in die Beziehung kommt, sind Faktoren, die ohne weiteres die Lust auf Sex zur Nebensache werden lassen. Körperlicher Nähe sollten Sie dennoch nicht entsagen. Zärtlichkeiten sind besonders jetzt essentiell, sie sind besonders jetzt ermutigend und machen die Beziehung belastbarer.

Aussprache ist wichtig.

Gerade in der Schwangerschaft sind Frauen und Männer von klärenden Gesprächen abhängig. In kaum einer anderen Lebensphase wie dieser werden die beiden Geschlechter weniger von den Emotionen des anderen verstehen als jetzt. Männer können nicht schwanger werden und sich daher auch schlecht eine Vorstellung davon machen, wie sie sich anfühlt und was werdende Mütter empfinden, geschweige denn zu verstehen, was und warum sie gerade in diesem Moment tun, was nicht sehr logisch erscheint. "Beim Reden kommen die Leut' zam!" - das gilt auch für die Liebe und noch mehr für die Partnerschaft in der Schwangerschaft - deshalb reden Sie miteinander, über alles und jedes!

Vermutlich müssen Männer in diesen neun Monaten lernen, sich mit ihren Zweifeln und Unsicherheiten ohne Bedenken an die Partnerin zu wenden. Ein offenes Miteinander in dieser Zeit stärkt die Beziehung nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch über die Geburt hinaus - und ist doch für viele Paare erstaunlich schwierig.  Immer wieder entdecken Paare bei solchen sich zart entwickelnden Gesprächen die Unterschiedlichkeit in der Annahme des einen vom anderen. Rollenbilder, die längst ausgeräumt schienen, sitzen unter Verhaltensmustern, die einem erst bewusst werden, wenn sie vom anderen angesprochen werden.

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