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Ernährung

ist eines der wichtigsten Themen in der Kindheit. Sie beeinflußt nicht nur das Wachstum, sondern stellt auch die Weichen für ein späteres Über- oder Normalgewicht.

Was Experten Ihnen empfehlen

Das Wichtigste zur Ernährung kleinster und kleiner Kinder

Das Stillen

Wir haben dem Stillen in unserem Ratgeber leben mit baby 12 Seiten
gewidmet. Dort finden Sie Hilfe für alle Stillsituationen.
leben mit baby können Sie kostenlos, mit "Porto zahlt Empfänger" in Österreich bestellen. Hier geben wir Ihnen eine Zusammenfassung zum Thema:
  Dass Muttermilch die beste und bequemste Ernährungsform für Ihr Baby ist, wird heute von allen Seiten uneingeschränkt bejaht. Durch die mütterliche Brust erhält der Säugling genau die richtige Menge an Nahrung in der genau richtigen Zusammensetzung und Temperatur. Sie besteht aus menschlichem Eiweiß, Fett, Milchzucker und Mineralstoffen. Die Zusammensetzung ändert sich ganz so, wie es das Kind in Moment benötigt. Die Milch für das Neugeborene ist anders zusammengesetzt als für das ältere Baby. Das "arteigene" Eiweiß lässt sich leichter verdauen als jede noch so raffiniert aufbereitete Ersatznahrung - das Kind wird auch weniger Blähungen bekommen. Einige Stoffe speziell in der frischen Muttermilch sorgen dafür, dass schädliche Bakterien im Darm zerstört werden. Zusätzlich enthält die Muttermilch Abwehrstoffe gegen Krankheiten. Gestillte Kinder werden oft erst nach dem Abstillen ernsthaft krank. Muttermilch bietet auch den bestmöglichen Schutz vor Allergien, die inzwischen stark zunehmen. Als erwiesen gilt, dass die ausschließliche Ernährung mit Muttermilch in den ersten 6 Monaten das Risiko einer Allergie stark mindert. Die Darmwände des Säuglings - flüssige Nahrung eingestellt - sind so durchlässig, dass artfremde Eiweißmoleküle unzerlegt ins Blut gelangen können. So kann eine allergische Abwehrreaktion des Körpers entstehen. Ausschließliche Ernährung durch Stillen in den ersten sechs Monaten und das Vermeiden von Kuhmilch und Kuhmilchprodukten bis zum Ende des zwölften Lebensmonats ist für Babys, deren Eltern Allergiker sind, dringend zu empfehlen. Ein weiterer Vorzug ist die Bequemlichkeit für die Mutter. Sie kann ohne Vorbereitung mit der immer fertig gepackten Wickeltasche und dem Baby. Die Nahrung für Ihr Kind ist stets frisch und in der richtigen Temperatur dabei. Reisen und Ausflüge sind so leichter. Um den erhöhten Vitamin- und Mineralstoffbedarf zu decken, sollte die Mutter auf eine abwechslungsreiche, vollwertige und nährstoffreiche Ernährung achten. Wir haben köstliche Rezepte dazu. Die Häufigkeit des Anlegens verändert sich mit dem Alter des Kindes. Das Baby sollte gleich nach der Geburt, am besten noch im Kreißsaal angelegt werden. Die meisten Kinder zeigen innerhalb der ersten Stunden nach der Geburt einen starken Saugreflex und saugen schon an ihrer Faust, noch ehe sie angelegt werden. Die Fütterungszeiten werden zunächst ziemlich unregelmäßig sein. Versuchen Sie nicht, dem Kind einen Rhythmus aufzuzwingen. Kinder, die nach Bedarf gefüttert werden, verlangen im Durchschnitt ebenso oft am Tag ihre Nahrung, wie solche, die nach Zeitplan gefüttert werden. Es empfiehlt sich, das Stillen zunächst kurz zu halten. Ein Neugeborenes z.B. ermüdet noch recht rasch und möchte meist noch gar nicht längere zeit trinken. Zu Beginn werden 5-7 Min. an jeder Brust ausreichend sein. Die Zahl der Fütterungen kann daher am Anfang recht hoch sein.

Die Ernährung mit der Flasche

Bei allen Vorteilen des Stillens kann es gewichtige Gründe geben, warum Sie das Baby mit der Flasche aufziehen (wollen): weil das Baby mit zu geringem Gewicht und zu wenig Kraft auf die Welt gekommen ist und es trotz Ihrer Mühe nicht schafft, an der Brust zu saugen (pumpen Sie in diesem Falle ab), weil Sie keine oder zu wenig Milch haben (das kann bei manchen inneren Krankheiten auftreten), weil Sie arbeiten müssen oder weil Sie sich überfordert fühlen. Es ist in solchen Fällen besser, mit ganzer Seele zur Flaschenernährung zu stehen, als halbherzig und unlustig die Brust zu geben. Ihre Unlust fühlt das Baby. Nehmen Sie das Baby zum Füttern in den Arm, halten Sie es so, dass es Sie spürt und blicken Sie es beim Füttern an. In das Gesicht seiner Mutter schaut das Baby am liebsten - es kann auf die Distanz von 30-35 cm Ihr Gesicht schon erkennen. In die Flasche kommt eine spezielle Säuglingsanfangsnahrung (Pre-Nahrung), die aus Milchpulver und abgekochtem, abgekühltem Wasser bzw. einem mineralstoffarmen Mineralwasser bereitet wird. An und für sich ist Österreichs Grundwasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet. Es gibt aber regionale Gegebenheiten, die die Qualität mindern können. Wenn Sie also im Zweifel sind, ist die Verwendung von Mineralwässern mit dem Zusatz "Für die Babynahrung geeignet" anzuraten, da Sie dann ganz sicher sein können. Vor allem das Eiweiß der Säuglingsmilch ist so angepasst, dass es in der Zusammensetzung der Muttermilch ähnelt. Säuglingsmilch, die mit "Pre" gekennzeichnet ist, ist der Muttermilch am besten angepasst und darf nach Bedarf, ohne Mengenbeschränkung gegeben werden. Sie ist der beste Ersatz für Muttermilch in den ersten 4-6 Lebensmonaten. Bei einem Allergierisiko sollten Sie unbedingt hypoallergene Nahrung wählen! Solche Nahrungen erkennen Sie an dem Zusatz "H.A.". Sie sind teurer als Pre-Nahrungen. Erkundigen Sie sich beim Kinderarzt, ob die Krankenkasse für die H.A.-Nahrung einen Zuschuss gibt. Nahrung mit dem Zusatz "1" ist für das Baby von 0 bis 4 (Flaschenkinder) bzw. 6 Monaten (Stillkinder) nicht geeignet! Sie enthält u.a. Milchzucker und glutenfreie Stärke, die den kindlichen Darm belasten. Scheint das Kind von der Pre-Nahrung nicht satt zu werden, geben Sie ihm öfter zu trinken. Das Baby wird zu Anfang öfter, dafür mit geringeren Mengen gefüttert. Waschen Sie sich vor dem Zubereiten des Fläschchens unbedingt die Hände und verwenden Sie für das Abkochen des Wassers ein sauberes Gefäß, in dem Sie immer nur Wasser heiß machen. Fläschchen und Sauger müssen Sie nach jedem Gebrauch entweder in einem Topf mit siedendem Wasser auskochen oder in einem Dampfsterilisationsgerät entkeimen. Die Sauger müssen Sie regelmäßig auf Dichtigkeit überprüfen. Füllen Sie sie dazu mit Wasser und lassen Sie sie nach unten abtropfen. Peinliche Genauigkeit ist hier nötig. Gewöhnen Sie sich von Anfang an, Sauger und Schnuller niemals in Ihren Mund zu stecken, um zum Beispiel die Temperatur zu prüfen. Sie könnten Kariesbakterien in den Mund ihres Kindes übertragen. Halten Sie sich im übrigen beim Zubereiten des Fläschchens genau an die Anweisungen auf der Packung bzw. nach den Richtlinien Ihres Kinderarztes. Mögliche Probleme bei der Ernährung mit Flasche in den ersten Lebenswochen: Meist wird gerade von den kleinen Babys die Säuglingsanfangsnahrung gut vertragen. Aufpassen müssen Sie, wenn Ihr Kind nach einer Mahlzeit anhaltend erbricht. Dies ist nicht zu verwechseln mit dem kurzen Erbrechen, das durch einen überfüllten Magen nach dem Füttern auftreten kann. Starkes Erbrechen muss vom Kinderarzt untersucht werden: es könnte sich um eine Unverträglichkeit der Säuglingsanfangsnahrung handeln, einen offenen Magenausgang (Pförtnerkrampf) oder auch nur um in zu großes Saugloch. Bei Unverträglichkeit hilft oft der Wechsel zu einer anderen Marke oder Sojamilch.

Beikost

Ab dem Ende des 5. Monats können Sie Ihrem Baby seinen ersten Brei servieren! Mit seinem ersten Löffel geht es für das Baby darum, von der Saug- auf die Schlickbewegung umzustellen. Als erstes setzen Sie dem Baby einen Karottenbrei vor: Dieses Gemüse ist sehr gut verträglich und wird durch seine natürliche Süße von den Kindern meist gern gegessen. In der 2. Woche können Sie es dann mit Erdäpfeln versuchen, die - wie jedes andere Gemüse auch - ohne Salz gekocht und püriert auf den Tisch kommen. Ein klitzekleines Stück Butter ist als Gourmetvariante zu empfehlen. Gegen Ende des ersten Beikostmonates kann der Gemüsebrei dann gegen püriertes Kalbs- oder Rindfleisch ausgetauscht werden. Sie können aber auch mit einem geriebenem gedünstetem Apfel beginnen und nach frühesten 4 Tagen eine ebenso geriebene und gedünstete Birne anbieten. Nach 2 bis 3 Wochen Obstbrei steigen Sie dann auf Gemüse um, das sich z.B. auch mit dem Apfel mischen läßt. Wichtig ist, dass Sie vor der Einführung eines neuen Speiseplanes immer zwei bis drei Wochen warten, um zu sehen, ob das Baby die Speisen auch verträgt. 

Verbotene Lebensmittel für das Baby zwischen 6 und 12 Monaten

  * Kuhmilch und aus Kuhmilch hergestellte Produkte wie
    Käse, Joghurt, Schlagobers, Rahm, mit Ausnahme von Butter
    (enthält nur Fett)
  * Gezuckerter Babyinstanttee und gezuckerter Tee:
    gewöhnt das Baby an den süßen Geschmack; es lernt,
    sich bei Spannung mit Süßem zu beruhigen;
    Hauptverursacher von Karies im Vorschulalter
  * Säuglingsmilch bei allergiegefährdeten Säuglingen.
    Stattdessen: Hypoallergene Nahrung oder anderes
    nach Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt
  * Zucker: verdirbt das natürliche Geschmacksempfinden,
    gewöhnt das Baby an starke Süße, führt zu Karies
  * Honig: enthält Allergene
  * Salz und Gewürze
  * Wurst
  * Dosengerichte
  * stark blähende Gemüse
  * Zitrusfrüchte
  * Erdbeeren (werden von manchen Kindern jedoch vertragen)
  * Hühnereiweiß
  * Nüsse erst nach dem 10.Monat geben oder bei
    allergiegefährdeten Kindern überhaupt im ersten
     Lebensjahr weglassen
  * rohes Gemüse ist erst im 9. Monat erlaubt
 Aber auch nach dem ersten Geburtstag verträgt das Baby noch nicht alle Speisen vom elterlichen Tisch. Informieren Sie sich im Kapitel Kinder von 1 - 8 darüber.

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