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Was Experten Ihnen empfehlen

Bevor Sie ganz verzweifeln, informieren Sie sich über Ursachen und Hilfsmöglichkeiten

Wieviel Schreien ist normal?

Die Häufigkeit des Schreiens hängt vom Alter des Kindes ab. In den ersten Lebensmonaten schreien die meisten Babys recht viel. Auch wenn es Ihnen enorm vorkommen mag, aber bis zu zwei Stunden am Tag kann ein Neugeborenes schreien, ohne dass Sie sich Gedanken machen müssten. Und auch wenn Sie oftmals am Verzweifeln sind, vielleicht hilft doch der eine oder andere kleine Trick, um Ihr Kind schließlich doch zu beruhigen.

Hört Ihr Kind jedoch gar nicht mehr auf zu schreien, führt dies meist dazu, dass die Eltern verzweifeln und immer unsicherer werden. Fragen Sie Ihren Kinderarzt, notfalls wird er Sie an eine Schreiambulanz überweisen.  

Die Ursachen von Schreibabys sind von der Wissenschaft noch nicht wirklich erkannt. Es können eine schwere Schwangerschaft, eine problematische Geburt oder auch Wochenbettdepressionen die Ursache sein, aber auch bei Eltern, wo alles wunderbar verlief, kann es sein, dass sie ein exzessiv schreiendes Baby bekommen. Das Phänomen kann bei Erst- aber auch bei Geschwisterkindern auftreten und ebenso quer durch alle Gesellschaftsschichten

Mögliche Gründe

Zwar können "3-Monats-Koliken" zu "4-Monats-Koliken" werden, in den meisten Fällen sind sie aber nicht der Grund, warum Ihr Kind stetig brüllt, ebenso wenig wie Probleme im sozialen Umfeld des Neugeborenen (wie eine Beziehungskrise nach der Geburt).

Ärzte und Wissenschaftler nehmen an, dass vielmehr andere Gründe für das andauernde Babygeschrei verantwortlich sind. So können seelischer Stress der Mutter in der Schwangerschaft ebenso wie Anpassungsprobleme des Babys nach der Geburt eine Rolle spielen.

Wie erkennen Sie, ob Sie ein Schreibaby haben?

* Die betroffenen Babys sind zum größten Teil unzufrieden und für ihre Umgebung recht anstrengend.  Auch kann man schwer einschätzen, wie sie reagieren können. 
* Schreibabys sind leicht zu irritieren, d.h. sie sind schnell gereizt und dann schwer zu trösten. 
* Schreibabys sind meist auch körperlich recht unruhig und plagen sich mit  dem  Einschlafen.

Was Sie tun können

Zu allererst hören Sie auf, sich die Schuld zu geben und für einen Versager zu halten. Die Wissenschaft geht davon aus, daß das Schreien die Folge einer körperlichen Unfreife des Babys ist. Das bedeutet aber auch, daß besonders Schreibabys die Nähe ihrer Eltern brauchen.

* Auch wenn es Ihnen schwerfällt, es zu glauben, aber Ihr schreiendes Kind fühlt sich trotzdem bei Ihnen am wohlsten - auch wenn es im Moment nicht so aussieht.

* Versuchen Sie, Kraft zu tanken und sich bei der Betreuung des Babys abzuwechseln. Tun Sie etwas ganz bewußt für Ihre Nerven. Wenn Sie es allein nicht schaffen, holen Sie sich Hilfe von außen. Das kann auch der Besuch einer Schreiambulanz in Ihrer Nähe sein.

* Wechseln  Sie nicht ständig die Beruhigungsmethoden für das Baby. Es braucht ohnedies eine Weile, bis es sich auf eine Methode eingestellt hat. Da würde es der laufende Wechsel nur noch unruhiger machen.

* Gestalten Sie den Alltag Ihres Babys so reizarm wie möglich. Nachdem innere Anspannungen für die Schreiattacken zu vermuten sind, ist es wichtig, daß das Baby eine Umwelt hat, die es entspannt.

* Spezielle Massagen können das Körpergefühl und die Selbstwahrnehmung  Ihres Kindes verbessern und so zu einer Entspannung führen.

Letztlich ist jedes Kind aber eine eigene Persönlichkeit, weshalb es hilft, wenn Sie sich mit anderen Eltern von Schreibabys austauschen, denn in der Praxis werden immer noch die besten Lösungen gefunden.

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