
neugeborenist Österreichs beste Pflegeanleitung für die ersten 12 Monate und beschreibt auch die Kinderkrankheiten. Sie können den Ratgeber in Österreich kostenlos mit "Porto zahlt Empfänger" bestellen. |
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brauchen sehr, sehr viel Liebe, Geduld und die richtige Ernährung
Als Frühgeborene werden Babys bezeichnet, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Das sind etwas 10% aller Neugeborenen. Durch den medizinischen Fortschritt haben heute Babys, die über 1000g wiegen, ausgezeichnete Chancen auf eine gesunde Entwicklung.
Ging man früher davon aus, dass so unreifen Kindern lediglich mit Maschinen und Medikamenten geholfen werden kann, ist heute allgemein anerkannt, dass auch ein Kind in dieser frühen Phase einen Willen zum Leben hat. Frühgeborene benötigen die Nähe und die Liebe der Eltern noch mehr als ein normalgeborenes Kind. Zunächst kann der Vater nach der Erstversorgung sein Kind berühren und willkommen heißen, während die Mutter noch ein paar Tage zur Erholung hat. Frühgeborene sind sehr sensibel und empfinden alles, was um sie passiert. Die Liebe und Fürsorge der Eltern trägt also entscheidend zu einer besseren Entwicklung bei. Ärzte beobachten oft, wie die Kinder sich in der Nähe der Eltern positiv verändern.
Viele Mütter von Frühgeborenen haben Schuldgefühle, weil sie den Grund dafür bei sich zu suchen. Obwohl die auslösenden Faktoren noch nicht zur Gänze erforscht sind, gibt es diese Schuld nicht. Inzwischen bekannte Gründe sind anatomischer und infektiöser Art sowie genetische Dispositionen. In einigen Kliniken gibt es auch die Gesprächsmöglichkeit mit Psychologen. Wenn die Situation Sie überfordert, kann es hilfreich sein, mit anderen betroffenen Eltern zu sprechen. Hat Ihr Kind die kritische Phase überstanden, können Sie Ihren Kontakt zu ihm intensivieren. In einigen Kliniken ist es auch möglich, über Nacht zu bleiben.
Muttermilch ist in den ersten Monaten die beste Nahrung für einen Säugling. Kolostralmilch oder Vormilch ist reich an immunologischen Komponenten, insbesondere sind hohe Konzentrationen an sekretorischem Immunglobulin A enthalten, welches sich an die Darmwand anlagert und als immunologische Tapete fungiert. Wenn Sie zwar Milch haben, aber Ihr Kind noch nicht trinken kann, können Sie die Milch bis zu einem halben Jahr tiefgefrieren.
Wenn Sie keine oder zu wenig Milch haben, verwenden Sie eine Spezialnahrung, die auf Frühgeborene abgestimmt ist. Wird Ihr Kind mit der Nahrung aus dem Spital entlassen, sollten Sie nach Anweisung des Kinderarztes die Frühgeborenennahrung bis zu einem Körpergewicht von etwa 3000 g füttern (ca. 6 - 8 x pro Tag). Danach können Sie auf die sogenannte "Pre"-Nahrung übergehen. Bei erhöhtem Allergierisiko empfiehlt sich eine hypoallergene Nahrung (HA). In den ersten 6 Monaten
(Achtung: die Monate werden nach dem errechneten Geburtstermin gezählt!) sollte man keine Beikost füttern. Muttermilch und "Pre-" Nahrung decken in den ersten 4 bis 6 Monaten auch den Flüssigkeitsbedarf ab. Sonst geben Sie - bei Fieber und Hitze - abgekochtes Wasser oder milden, ungesüßten Tee. Frühestens ab dem 5. Monat kann man mit 1-2 Löffeln z.B. einer Karotte beginnen, bis nach und nach schließlich auch Reis und Kartoffeln gefüttert werden können. Ab dem 6. Monat kommt Fleisch hinzu. Diese Kost gibt Ihrem Kind Eiweiß und Eisen, was für Frühgeborene besonders wichtig ist.
* Frühgeborene haben einen niedrigen Muskeltonus und keinen Halt: tragen oder setzten Sie es in keinem Fall aufrecht!
* Das Baby erschrickt leicht, weil es sich noch nicht sicher fühlt.
* Beruhigen Sie es durch langsame Bewegungen.
* Beim Schlafen sollte es auf einer festen Unterlage liegen und den Kopf nicht nur auf eine Seite drehen.
* Wenn Sie es im Arm haben, sollten die Hände des Kindes vorn liegen.
* Tragen Sie Ihr Baby direkt am Körper (Haut an Haut), Sie stimulieren so die Sinne und stärken das Urvertrauen.