
Wie Sie das Familienfest des Jahres streßfrei gestalten.
Wenn Sie bis vor kurzem den Rummel, der um Weihnachten gemacht wird, nicht verstehen konnten, sich das aber schlagartig verändert hat, sind Sie vermutlich Eltern geworden. Denn was gibt es schöneres, als dem kleinen Liebling am Heiligen Abend in die strahlenden Kinderaugen zu schauen, wenn endlich das Christkind zur Bescherung läutet. Und spätestens in solchen Momenten packt sogar den größten Weihnachtsmuffel das Weihnachtsfieber.
Mittelpunkt des Weihnachtsfestes bildet traditioneller Weise der Christbaum. Unter ihm finden die Kinder während der Bescherung die bunt verpackten Geschenke; und an ihm hängen meistens neben den glitzernden und funkelnden Kugeln auch kunterbunte Süßigkeiten, die die Kleinen zwischendurch naschen dürfen.
Dabei ist der Brauch des Christbaum-Aufstellens mit seinen 400 Jahren ein recht junger. Erst im 17. Jahrhundert löste er andere Bräuche - wie ein bis zur Decke mit immergrünen Zweigen dekoriertes Zimmer - und die Weihnachtskrippe als Mittelpunkt des Raumes ab. Und während wir heute unseren Christbaum je nach Geschmack bunt, rot-gold oder passend zur aktuellen Modefarbe schmücken, erfüllte in früherer Zeit jedes Stück, das an die Zweige des Baumes gehängt wurde, einen speziellen Symbolgehalt. So galt z. B. der Apfel als Sinnbild für das Paradies oder Nüsse als Zeichen der Fruchtbarkeit und Gottes Ratschluss. Auch die traditionellen Farben von Advent und Weihnachten sind reich an Bedeutung: Grün als Symbol für die Hoffnung auf Leben im dunklen Winter, und Rot zur Erinnerung an das Blut Christi, das er vergoss, um die Welt zu erlösen.
So mannigfaltig, wie unser heutiger Christbaumschmuck ist, so unterschiedlich wird auch das Aufputzen des Baumes zelebriert. Bei vielen Familien sperrt das Christkind am 24. Dezember das Zimmer ab, damit es in Ruhe den Baum schmücken und die Geschenke platzieren kann. Sie können nicht einfach einen Raum zusperren? Auch kein Problem. Schmücken Sie doch gemeinsam mit Ihren Kindern den Christbaum. Schließlich hat das Christkind viel zu tun und kann jede helfende (Kinder)Hand brauchen. Die Vorfreude auf das Fest wird den Kleinen dadurch sicher nicht genommen, dafür vergehen aber die Stunden des quälenden Wartens auf die Bescherung umso schneller.
Diese Frage werden Sie in den Tagen nach dem ersten Advent öfter zu hören bekommen. Daher ist es besonders in der Vorweihnachtszeit wichtig, Ihre Kinder so gut wie möglich in Ihre Vorbereitungen mit einzubeziehen. Christbaumschmuck zu basteln oder die Wohnung vorweihnachtlich zu dekorieren, fördert nicht nur die Vorfreude Ihrer Lieben, sondern lässt auch ihre Adventzeit schneller vergehen. Doch so schön Weihnachten mit Kindern auch sein kann, manchmal werden Ihre Festvorbereitungen in Stress ausarten. Während es Ihren Lieblingen nicht schnell genug gehen kann, und sie es kaum erwarten können, das 24. Kästchen am Adventkalender zu öffnen, wäre Ihnen als Eltern am liebsten, der Advent hätte 40 Tage. So banal unser Tipp auch klingen mag: aber gerade in der Adventszeit bedeutet Planung alles. Sie müssen deshalb nicht schon im September, wenn die ersten Lebkuchen die Supermarktregale zurückerobern, alle Geschenke für die Bescherung zu Hause versteckt haben; aber ein Geschenke-Marathon am letzten Adventwochenende wird Ihren Nerven sicher auch nicht guttun.
Machen Sie sich ebenfalls Gedanken darüber, was Ihnen in der Zeit vor Weihnachten und am Heiligen Abend wichtig ist. Speziell mit Kindern verschieben sich nicht selten die Wertigkeiten. So empfinden Sie es mit Sicherheit als viel schöner, gemeinsam mit den Kleinen nur wenige Sorten Kekse zu backen, als den eigenen Rekord vom Vorjahr zu überbieten. Und ein gemütlicher Weihnachtsabend im Kreis der Familie erscheint plötzlich wichtiger, als die Schwiegermutter mit einem 5-Gänge-Menü zu beeindrucken.